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PROGRAMMA
J. Brahms (1833-1897)
cellosonate nr.1 op.38 in
e-klein
PAUZE
H. Wolf (1860-1903)
Auch kleine Dinge können uns entzücken
Gesegnet sei, durch den die Welt entstund
Mir ward gesagt
Schon streckt ich aus im Bett
Schweig einmal still
Ihr seid die Allerschönste weit und breit
Du denkst mit einem Fädchen mich zu fangen
Hoffärtig seid ihr schönes Kind
Wer rief dich denn?
Und steht ihr früh am Morgen auf
Was für ein Lied soll dir gesungen werden
Wie lange schon
Wie viel Zeit verlor ich
Wir haben beide lange Zeit geschwiegen
Sterb’ich, so hüllt im Blumen meine Glieder
Ich hab’in Penna einen Liebsten wohnen
LIEDTEKSTEN
Hugo Wolf:
1)
Auch kleine Dinge können uns entzücken,
Auch kleine Dinge können teuer sein.
Bedenkt, wie gern wir uns mit Perlen schmücken;
Sie werden schwer bezahlt und sind nur klein.
Bedenkt, wie klein ist die Olivenfrucht,
Und wird um ihre Güte doch gesucht.
Denkt an die Rose nur, wie klein sie ist,
Und duftet doch so lieblich, wie ihr wißt.
4)
Gesegnet sei, durch den die Welt entstund;
Wie trefflich schuf er sie nach allen Seiten!
Er schuf das Meer mit endlos tiefem Grund,
Er schuf die Schiffe, die hinübergleiten,
Er schuf das Paradies mit ew'gem Licht,
Er schuf die Schönheit und dein Angesicht.
2)
Mir ward gesagt, du reisest in die Ferne.
Ach, wohin gehst du, mein geliebtes Leben?
Den Tag, an dem du scheidest, wüßt' ich gerne;
Mit Tränen will ich das Geleit dir geben.
Mit Tränen will ich deinen Weg befeuchten -
Gedenk an mich, und Hoffnung wird mir leuchten!
Mit Tränen bin ich bei dir allerwärts -
Gedenk an mich, vergiß es nicht, mein Herz!
27)
Schon streckt' ich aus im Bett die müden Glieder,
Da tritt dein Bildnis vor mich hin, du Traute.
Gleich spring ich auf, fahr' in die Schuhe wieder
Und wandre durch die Stadt mit meiner Laute.
Ich sing' und spiele, daß die Straße schallt;
So manche lauscht - vorüber bin ich bald.
So manches Mädchen hat mein Lied gerührt,
Indes der Wind schon Sang und Klang entführt.
43)
Schweig einmal still, du garst'ger Schwätzer dort!
Zum Ekel ist mir dein verwünschtes Singen.
Und triebst du es bis morgen früh so fort,
Doch würde dir kein schmuckes Lied gelingen.
Schweig einmal still und lege dich aufs Ohr!
Das Ständchen eines Esels zög ich vor.
3)
Ihr seid die Allerschönste weit und breit,
Viel schöner als im Mai der Blumenflor.
Orvietos Dom steigt so voll Herrlichkeit,
Viterbos größter Brunnen nicht empor.
So hoher Reiz und Zauber ist dein eigen,
Der Dom von Siena muß sich vor dir neigen.
Ach, du bist so an Reiz und Anmut reich,
Der Dom von Siena selbst ist dir nicht gleich.
10)
Du denkst mit einem Fädchen mich zu fangen,
Mit einem Blick schon mich verliebt zu machen?
Ich fing schon Andre, die sich höher schwangen;
Du darfst mir ja nicht trau'n, siehst du mich lachen.
Schon Andre fing ich, glaub' es sicherlich.
Ich bin verliebt, doch eben nicht in dich.
13)
Hoffärtig seid Ihr, schönes Kind, und geht
Mit Euren Freiern um auf stolzem Fuß.
Spricht man Euch an, kaum daß Ihr Rede steht,
Als kostet Euch zuviel ein holder Gruß.
Bist keines Alexanders Töchterlein,
Kein Königreich wird deine Mitgift sein,
Und willst du nicht das Gold, so nimm das Zinn;
Willst du nicht Liebe, nimm Verachtung hin.
6)
Wer rief dich denn? Wer hat dich herbestellt?
Wer hieß dich kommen, wenn es dir zur Last?
Geh zu dem Liebchen, das dir mehr gefällt,
Geh dahin, wo du die Gedanken hast.
Geh nur, wohin dein Sinnen steht und Denken!
Daß du zu mir kommst, will ich gern dir schenken.
Geh zu dem Liebchen, das dir mehr gefällt!
Wer rief dich denn? Wer hat dich herbestellt?
34)
Und steht Ihr früh am Morgen auf vom Bette,
Scheucht Ihr vom Himmel alle Wolken fort,
Die Sonne lockt Ihr auf die Berge dort,
Und Engelein erscheinen um die Wette
Und bringen Schuh und Kleider Euch sofort.
Dann, wenn Ihr ausgeht in die heil'ge Mette,
So zieht Ihr alle Menschen mit Euch fort,
Und wenn Ihr naht der benedeiten Stätte,
So zündet Euer Blick die Lampen an.
Weihwasser nehmt Ihr, macht des Kreuzes Zeichen
Und netzet Eure weiße Stirn sodann
Und neiget Euch und beugt die Knie ingleichen -
O wie holdselig steht Euch alles an!
Wie hold und selig hat Euch Gott begabt,
Die Ihr der Schönheit Kron empfangen habt!
Wie hold und selig wandelt Ihr im Leben;
Der Schönheit Palme ward an Euch gegeben.
23)
Was für ein Lied soll dir gesungen werden,
Das deiner würdig sei? Wo find ich's nur?
Am liebsten grüb' ich es tief aus der Erden,
Gesungen noch von keiner Kreatur.
Ein Lied, das weder Mann noch Weib bis heute
Hört' oder sang, selbst nicht die ält'sten Leute.
11)
Wie lange schon war immer mein Verlangen:
Ach wäre doch ein Musikus mir gut!
Nun ließ der Herr mich meinen Wunsch erlangen
Und schickt mir einen, ganz wie Milch und Blut.
Da kommt er eben her mit sanfter Miene,
Und senkt den Kopf und spielt die Violine.
37)
Wie viele Zeit verlor ich, dich zu lieben!
Hätt ich doch Gott geliebt in all der Zeit.
Ein Platz im Paradies wär mir verschrieben,
Ein Heilger säße dann an meiner Seit.
Und weil ich dich geliebt, schön frisch Gesicht,
Verscherzt ich mir des Paradieses Licht,
Und weil ich dich geliebt, schön Veigelein,
Komm ich nun nicht ins Paradies hinein.
19)
Wir haben Beide lange Zeit geschwiegen,
Auf einmal kam uns nun die Sprache wieder.
Die Engel, die herab vom Himmel fliegen,
Sie brachten nach dem Krieg den Frieden wieder.
Die Engel Gottes sind herabgeflogen,
Mit ihnen ist der Frieden eingezogen.
Die Liebesengel kamen über Nacht
Und haben Frieden meiner Brust gebracht.
33)
Sterb' ich, so hüllt in Blumen meine Glieder;
Ich wünsche nicht, daß ihr ein Grab mir grabt.
Genüber jenen Mauern legt mich nieder,
Wo ihr so manchmal mich gesehen habt.
Dort legt mich hin, in Regen oder Wind;
Gern sterb ich, ist's um dich, geliebtes Kind.
Dort legt mich hin in Sonnenschein und Regen;
Ich sterbe lieblich, sterb' ich deinetwegen.
46)
Ich hab in Penna einen Liebsten wohnen,
In der Maremmeneb'ne einen andern,
Einen im schönen Hafen von Ancona,
Zum Vierten muß ich nach Viterbo wandern;
Ein Andrer wohnt in Casentino dort,
Der Nächste lebt mit mir am selben Ort,
Und wieder einen hab' ich in Magione,
Vier in La Fratta, zehn in Castiglione.